Erläuterungen
Das Statistische Bundesamt ermittelt über den Warenkorb den Verbraucherpreisindex und liefert damit eine Aussage über die Höhe der Inflation oder Deflation.
Es gibt unterschiedliche Warenkörbe. Am gebräuchlichsten in Deutschland ist der Warenkorb, der die Kosten für einen privaten Durchschnittshaushalt ermitteln soll (Verbraucherpreisindex).In einem deutschen Durchschnittshaushalt leben lt. Statistik 2,02 Personen, 2026 werden es vermutlich 2,0 Personen sein.
Die Zahl der Haushalte steigt kontinuierlich an, während die Personenzahl im Haushalt tendenziell kleiner wird.Statistischer Warenkorb
In dem statistischem Warenkorb befinden sich die Produkte, die ein deutscher Durchschnittshaushalt nach den Vorgaben des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt benötigt.
Das Statistische Bundesamt überprüft in der Regel alle fünf Jahre die Gewichtung und Zusammensetzung des Warenkorbes. Die Gewohnheiten der Verbraucher ändern sich, bestimmte Produkte gibt es nicht mehr, neue kommen auf den Markt.
Damit ändert sich die Anzahl der enthaltenen Güterarten.Gegenwärtig enthält der Warenkorb ungefähr 700 Waren und Dienstleistungen, die nach dem vermuteten Durchschnittsbedarf gewichtet sind.
Zuletzt wurde der Verbraucherpreisindex Anfang 2023 auf das Basisjahr 2020 umgestellt. Die Umstellung auf das Basisjahr 2025 wird voraussichtlich 2028 veröffentlicht.
Zum Warenkorb gehören u.a. :
- Nahrungsmittel, Getränke, Tabakwaren
- Bekleidung und Schuhe
- Wohnung, Wasser, Gas, Brennstoffe
- Verkehr
- Möbel und Haushaltspflege
- Gesundheits- und Körperpflege
- Bildung, Reisen, Unterhaltung und Freizeit
- persönliche Ausstattung
Die Zusammensetzung des Warenkorbes sollte den tatsächlichen Verbrauch der Haushalte repräsentieren, um zu möglichstaussagefähigen Ergebnissen zu kommen.
Da wird es schwierig.Mein persönlicher Vergleich
2009 habe ich begonnen die Preise zu beobachten, weil es für mich eine gefühlte Verteuerung gab, was der Preisindex aber nicht hergab.
Die oft gehörte Aussage lautet:
Der Index ist leicht gestiegen, aber das gleicht der Kauf von technischen Gütern aus.
Bei jedem Einkauf ist aber nicht auch ein neuer Fernseher oder ein neues Handy dabei, zumal es auch noch einen Preisverfall auf dem elektronischem Markt gibt.
Die jeden Monat erscheinende Inflationsrate entspricht nicht meinem persönlichen Eindruck.
Ich möchte also nur für mich wissen, wie sich mein persönlicher Einkaufs-Warenkorb entwickelt.
Da ich mir Preise nicht merken kann, habe ich sie mir notiert, um sie später vergleichen zu können.
Es steckt kein besonderer Eifer oder Geiz hinter dieser Sache, ich will es nur ganz einfach wissen.Also erstellte ich eine Preisliste mit wenigen ausgewählten Produkten.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch darauf geachtet, gleiche Produkte, gleiche Hersteller und gleiche Händler zu betrachten.
Sonderangebote und Eigenmarken spielten aus Gründen der Vergleichbarkeit keine Rolle.Jetzt, im April 2024, sind immerhin 17 Jahre vergangen.
In diesen Jahren gab es viele Veränderungen. Handelsketten verschwanden oder wechselten, das gestiegene Lohn- und Gehaltsniveau beeinflusste die Preise und es gab den wirtschaftlichen Einbruch durch Corona.
Dann kam der Überfall von Russland auf die Ukraine und die günstigen Energieimporte von Öl und Gas fielen weg.
Man sprach nun sogar von "Kriegspreisen".
Einige Hersteller begannen die Packungsgrößen zu verändern oder änderten auch die Rezepturen. Die Eigenmarken der Supermärkte gewannen an Bedeutung.
Am 28.Februar 2026 begann der Angriffskrieg von Israel und den USA auf den Iran. Damit verschärfte sich die Öl-Situation auch in Deutschland. Die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schlagadern des Welthandels, war gesperrt.
Sofort stiegen die Preise von Diesel und Benzin, E10 ist von ca. 1,70 €/L auf ca. 2,18 €/L in der Spitze gestiegen.Die starken Inflationspreise ( Corona / Ukrainekrieg) habe ich selten festgehalten.
Die Bedingungen für die Preisliste habe ich verändert, so sehen sie aus:
- verschiedene Handelseinrichtungen werden berücksichtigt.
- Unterschiedliche Kaufoptionen werden so angegeben:
- Sonderangebote
- BIO Qualität
- Eigenmarke
Anmerkungen zur Prozentberechnung
Die Prozentberechnung mit einem Basispreis von 2009 führt oft zu Werten von 80% bis 125%.
Da das wenig Sinn macht, habe folgende Methodik gewählt:
- Die erste Zeile eines Produktes enthält die Warenbezeichnung und beinhaltet ein Kaufdatum von 2020 oder später.
Das ist auch gleichzeitig der Basispreis für die Prozentberechnung.- In den Folgezeilen können zur Information Preise vor 2020 angezeigt werden.
- In der letzten Zeile befindet sich der aktuelle Preis, der auch zur Prozentberechnung verwendet wird.