Letzte Aktualisierung:29. April 2019

 Windows 10 Version 20H2

Bis zu Windows 10 garantierte Microsofts mit den Support-Lifecycle-Richtlinien einen Mainstream-Support (Neuerungen, Verbesserungen und Sicherheits-Updates) für 5 Jahre und danach für mindestens 5 weitere Jahre den "Extended Support" (nur noch sicherheitsrelevante Updates).

Mit Windows 10, ab der Version 1903, setzt Microsoft auf eine neue Update-Strategie.
Microsoft unterscheidet jetzt zwischen monatlichen Updates (Sicherheitsupdates) und Funktions-Updates (Feature Updates).

 Monatliche Updates

Die normalen Updates erscheinen 1 oder 2 Mal im Monat. Das erste Update kommt immer am zweiten Dienstag im Monat, das zweite Update kann aber muß nicht erscheinen. Die monatlichen Updates enthalten die Sicherheitsupdates, es erfolgen Fehlerbeseitigungen oder kleinere Änderungen.
Mit der Einführung von Windows 10 Version 1903 wird allen Anwendern die Kontrolle über den Zeitpunkt der Installation von Updates übertragen. Alle Anwender bekommen jetzt die Möglichkeit, frei zu entscheiden, ob sie die Updates direkt installieren wollen oder die Installation für bis zu 35 Tage verschieben.

 Funktionsupdates (Feature Updates)

Ein Funktions-Update enthält vorranig neue Windows 10 Funktionen, es können natürlich auch Funktionen entfallen.
Die Funktions-Updates erscheinen halbjährlich, im März und im September und sie führen nicht zu einem neuen Windows-Namen.
Es ändert sich nur die Versionsnummer innerhalb von Windows 10.
Diese Updates sind für den Anwender verpflichtend, der Zeitpunkt der Installation kann aber vom Anwender festgelegt werden. Ein Funktions-Update kann bis zu 365 Tage zurückgestellt werden.
Diese neue Vorgehensweise führt dazu, daß die Windows 10 Versionen 1507 und 1511 bereits nicht mehr unterstützt werden.

Namen der Funktionsupdates
Microsoft hat die interne Bezeichnung der Funktions-Updates geändert.
Diese Updates werden nun als 19H1, 19H2, 20H1 usw. bezeichnet.
Erläuterung: 19H1=1.Jahreshälfte 2019 usw.

Die Funktionsupdates werden auch per Update-Funktion angeboten.
Gerade bei den Funktionsupdates dauert es unter Umständen sehr lange, bevor diese über die Windows Update-Funktion zur Installationgelangen.
Natürlich ist es nicht sinnvoll, sofort ein neues Funktionsupdate einzusetzen, aber nach 1 bis 2 Monaten sind die markantesten Fehlerquellen wohl bereinigt, also könnte man es installieren.

Möglichkeiten, um ein Funktionsupdate zu installieren
  1. Installation per Windows Update
  2. Installation per Media Creation Tool
  3. Installation über das Windows Insider Programm
    [Diese Option entfällt für mich, da bei der Teilnahme am Windows Insider Programm zu viele Rechnerdaten abfließen.]

 Installation per Windows Update

Bei dieser Variante ist man auf der sicheren Seite und wartet, bis das Update von Microsoft angeboten wird. Alternativ kann man auch manuell nach dem Update suchen:

Update suchen
  1. Start - PC-Einstellungen - Update und Sicherheit
  2. Klick auf "Nach Updates suchen"
  3. Werden keine Updates angezeigt, bleibt nur die Variante über das
    Media Creation Tool.

 Installation per Media Creation Tool

Das Programm Media Creation Tool ermöglicht es, ein Funktionsupdate manuell zu installieren.
Zunächst ruft man die MS-Webseite software-download/windows10 auf.
Im oberen Teil der Webseite besteht die Möglichkeit, die neueste Version von Windows 10 direkt zu installieren, im dargestellten Beispiel das Mai-Update 2019.


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Mit einem Klick auf den Button "Jetzt aktualisieren" kann man das Update starten.

Denken Sie unbedingt daran, vor dem Update eine Datensicherung / Systemsicherung zu erstellen !


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